Moderne Zahn- und Mundhygiene

Beratung über moderne Zahn- und Mundhygiene

Gute Mundhygiene ist, dass keine Zahnflächen vergessen werden!

Gute Mundhygiene ist unumgänglich, um die Gesundheit der Zähne zu erhalten. Um bei der Mundhygiene und Zahnpflege den größtmöglichen, positiven Effekt zu erzielen, stehen den Patienten zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung: von Zahnbürsten, Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseiden bis hin zu Mundduschen für die Zahnpflege.

 Die richtige Zahnpflege
  • wenigstens einmal morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen Zähne putzen
  • Reinigungszeit: ca. 3 Minuten
  • die Zahnbürste darf nicht zu fest an die Zähne gedrückt werden, da sie sonst Zahnfleisch und Zahnhälse schädigen kann; verbogene Bürsten nach 1-2 wöchiger Benutzung sind ein sicheres Zeichen für einen zu hohen Anpressdruck

Zahnputztechnik

Es gibt verschiedene Techniken, welche sich im Ansetzen der Zahnbürste sowie der Bewegungs-richtung unterscheiden.

 KAI- Technik für Kinder zwischen 3-8 Jahren

Zwischen dem dritten und achten Geburtstag sollten die Kinder nach der KAI-Methode (Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen) putzen. Weil auf den Kauflächen, in den Grübchen der Zähne, zuerst Karies entstehen kann, ist es zweckmäßig, auch dort mit dem Erlernen des Putzens zu beginnen. Zuerst hin und her auf den Kauflächen; immer am letzten Zahn anfangen. Erst rechts unten, dann rechts oben, dann links unten, dann links oben.

KAI-Technik

Abb.: KAI-Putzsystematik - zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen

 Rot-Weiß Rolltechnik bei Kindern und Jugendlichen

Bei dieser Putztechnik wird die Zahnbürste im 45°-Winkel schräg gegen den Zahnfleischrand gestellt, danach wird von "rot nach weiß", also vom Zahnfleisch weg gebürstet. Es werden zuerst die Innenflächen im Unter- und Oberkiefer, danach die Außenflächen und zuletzt die Kauflächen gebürstet. Diese Putztechnik ist die Vorbereitung für die spätere modifizierte Bass-Technik.

 Die modifizierte Bass-Technik (ab 18 Jahre)

Die Borsten werden in einem Winkel von 45° schräg aufgesetzt gegen den Zahnfleischrand. Zunächst wird die Bürste lediglich leicht gerüttelt und dabei nicht von der Stelle bewegt, um den Zahnbelag anzulockern, danach wird von "rot nach weiß", also vom Zahnfleisch weg "gewischt". Es werden zuerst die Innenflächen im Unter- und Oberkiefer, danach die Außenflächen und zuletzt die Kauflächen gebürstet.

 Hilfsmittel zur richtigen Zahnpflege

Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehören:

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Interdentalzahnbürste
  • Zahnseide
 Die Handzahnbürste

Eine gute Zahnbürste sollte folgende Merkmale aufweisen:
Bitte verwenden Sie Zahnbürsten mit Kurzkopf. Der Bürstenkopf sollte nicht länger als 2 bis 2,5 cm sein. Der kurze Kopf ermöglicht es, schwer zugängliche Stellen zu erreichen.
Speziell geformte Borsten erleichtern Ihnen den Zugang in die Zahnzwischenräume und in die hinteren Bereiche der Mundhöhle. Keine Naturhaarbürsten verwenden!

 

 Die elektrische Zahnbürste

Elektrische Zahnbürsten sind in der Handhabung bequemer als Handzahnbürsten, dafür sind die Ersatzköpfe etwas teurer. Sofern die Bedienungsanleitung keine besondere Putztechnik erklärt, wird auch die elektrische Bürste leicht schräg auf die Zähne gesetzt und systematisch an allen Zähnen entlang geführt. Die notwendigen Rüttel- und Wischbewegungen übernimmt der kreisende oder schwingende elektrische Bürstenkopf.
Untersuchungen zufolge reinigen elektrische Zahnbürsten tatsächlich besser als Handzahnbürsten, da sie auch an schwer zugänglichen Stellen die richtigen Putzbewegungen durchführen. Aber wie bei der Handzahnbürste hängt auch hier viel von der sorgfältigen und regelmäßigen Anwendung ab.